Sicherheitskontrollen

Installationskontolle

So praktisch Strom ist, so gefährlich kann er sein, wenn er unsachgemäss angewendet wird oder in fehlerhaften Installationen und Geräten fliesst. Unfälle und Brände sind dann nicht auszuschliessen. Denn mit den Jahren können durch Alterung, Witterung und Abnutzung Schäden entstehen, die nicht sofort sichtbar sind. Ohne regelmässige Kontrolle würden diese möglicherweise erst entdeckt, wenn es schon zu spät ist.

Aus diesem Grund müssen die verantwortlichen Eigentümer ihre Anlagen nach der Erstellung und dann in festgelegten Abständen überprüfen lassen.

Die Netzbetreiber haben den gesetzlichen Auftrag, das Register der Niederspannungsinstallationen zu führen und die Eigentümer zum gegebenen Zeitpunkt aufzufordern, den erforderlichen Sicherheitsnachweis zu erbringen.

Neuinstallationen

Vor der Übergabe der Installation an den Eigentümer müssen die erstellten Anlagen im Rahmen einer betriebsinternen Schlusskontrolle durch eine fachkundige Person überprüft werden. Die Ergebnisse dieser Schlusskontrolle werden in einem Sicherheitsnachweis festgehalten.

Bei Installationen mit einer Kontrollperiode von weniger als 20 Jahren ist der Eigentümer zudem verpflichtet, nach der Übernahme der Installationen innerhalb von sechs Monaten eine unabhängige Abnahmekontrolle durch ein berechtigtes Kontrollorgan durchführen zu lassen.

Bestehende Installationen

Bestehende Installationen müssen in festgelegten Abständen (Anhang NIV) von einem unabhängigen Kontrollorgan oder von einer akkreditierten Inspektionsstelle geprüft werden. Die Aufforderung zur periodischen Kontrolle erfolgt durch die Netzbetreiberin bzw. durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat mindestens sechs Monate vor Ablauf der Kontrollperiode.

Kontrollperioden

Jedes Jahr Installationen auf Baustellen und Märkten sowie die zu den Spezialinstallationen zählenden Anlagen in explosionsgefährdeten Räumen der Zonen 0 und 1, in medizinisch genutzten Räumen der Kategorie 3 und 4 (Operationsräume).

5 Jahre Installationen in Bühnenhäusern von Theatern, in explosionsgefährdeten Räumen der Zone 2, in korrosionsgefährdeten Räumen, in Tankstellen und Fahrzeugreparaturwerkstätten, in medizinisch genutzten Räumen der Kategorie 2, in Untertagbauten wie Tunneln, Kavernen, in Betriebsräumen von Industrie und Grossgewerbe, in Laboratorien und Prüffeldern von Industrie, Gewerbebetrieben, Schulen usw., in Bauten und Räumen mit Menschenansammlungen wie Warenhäusern, Theatern, Kinos, Tanzlokalen, Hotels und Gaststätten, Asylen, Kinderheimen, Spitälern, Kasernen etc. Dazu kommen Campingplätze und Bootsanlegestellen.

10 Jahre sowie bei Handänderungen nach Ablauf von fünf Jahren seit letzter Kontrolle Installationen in nassen oder feuergefährdeten, gewerblich genutzten Räumen, in gewerblichen Werkstätten, in medizinisch genutzten Räumen der Kategorie 1, in Bürogebäuden, Kirchen, Zeughäusern und landwirtschaftlichen Betrieben.

20 Jahre sowie bei Handänderungen nach Ablauf von fünf Jahren seit letzter Kontrolle Alle übrigen Installationen, zum Beispiel Wohnbauten.

Wer darf kontrollieren?

Berechtigt zur Kontrolle elektrischer Installationen sind grundsätzlich Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung als eidg. dipl. Elektroinstallateur ("Elektromeister") oder als Elektrokontrolleur/Chefmonteur mit eidg. Fachausweis.

Zur Durchführung von periodische- oder Abnahmekontrollen ist zudem eine Bewilligung als unabhängiges Kontrollorgan oder als akkreditierte Inspektionsstelle des Eidgenössischen Starkstrominspektorates in Fehraltorf erforderlich.

Das aktuelle Verzeichnis von kontrollberechtigten Firmen können Sie hier abrufen.

Wer an der Planung, Erstellung, Änderung oder Instandstellung von Installationen beteiligt war, darf weder mit der unabhängigen Abnahmekontrolle noch mit der periodischen Kontrolle beauftragt werden.

Wer darf installieren?

Alle Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserer Broschüre "Sichere Elektroinstallationen", welche Sie hier bestellen können.